Die Sprachen der Flüchtlinge – Arabisch und Kurdisch

Die zahlreichen Flüchtlinge, die aktuell in Europa einreisen, kommen aus den unterschiedlichsten Ländern- und so verschieden wie ihre Herkunft sind auch die Sprachen, die sie sprechen. Um eine korrekte Kommunikation zu gewährleisten, werden deshalb immer mehr Dolmetscher für Sprachen wie Farsi, Dari, Hausa oder Kurdisch-Sorani gesucht. Doch manche Flüchtlinge sprechen beispielsweise auch Französisch, Englisch oder Italienisch. Da wir als Übersetzungsbüro tagtäglich mit diesen Sprachen zu tun haben, möchten wir mit einer vierteiligen Serie etwas Licht in den Sprachendschungel bringen.

Heute beginnen wir mit Arabisch, Kurdisch und Französisch.

Das Arabische ist mit 320 Millionen Muttersprachlern die am sechsthäufigsten gesprochene Sprache der Welt. Es ist beispielsweise in Ägypten, Israel, Libyen, Marokko und Tunesien Amtssprache und in vielen weiteren Ländern eine Minderheitensprache. Während das Hocharabische, die standardisierte Form des Arabischen, in allen Ländern gleich ist, gibt es verschiedene Dialekte, welche das Arabische in den einzelnen Ländern färben. So gibt es beispielsweise ein irakisches Arabisch oder ein syrisches Arabisch, welche jedoch nur in der mündlichen Kommunikation genutzt werden. In Fernseh- und Rundfunknachrichten oder religiösen Sendungen wird Hocharabisch genutzt.

Auch im Kurdischen gibt es mehrere Hauptdialektgruppen: Kurmandschi (Nordkurdisch), Sorani (Zentralkurdisch) und Südkurdisch. Kurmandschi ist die am meisten verbreitete kurdische Sprache. Sie wird zum Beispiel in der Türkei, in Syrien und dem Irak und Iran gesprochen. Sorani dagegen hat sich in der Autonomen Region Kurdistan und im West-Iran verbreitet. Das Südkurdische dagegen kommt auch im West-Iran und Nordirak vor, die Sprecherzahl ist jedoch sehr gering. Alle drei kurdischen Sprachen nutzen auch verschiedene Alphabete, die beispielsweise vom Lateinischen oder Persischen beeinflusst wurden.

Bei arabischen Urkunden kommt es oft vor, dass diese zweisprachig verfasst sind – entweder auf Arabisch und Englisch oder Arabisch und Französisch. Französisch ist beispielsweise Amtssprache in Marokko und Tunesien und teilt sich dort den Rang mit dem Hocharabischen. Englisch wird auch in Ägypten oder Israel genutzt.

Maßgeblich bei der Wahl des richtigen Dolmetschers ist also die Stadt oder das Land, aus dem der Betroffene stammt. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere eigenständige Sprachen und Dialekte, welche sich in den Arabischen- und Nordafrikanischen Ländern finden lassen. Als professionelles Übersetzer- und Dolmetscherbüro verfügen wir über ein großes Netzwerk von Übersetzern- und Dolmetschern und können immer den richtigen Sprachprofi vermitteln.

Im zweiten Teil unserer Serie werden wir uns mit den Persischen Sprachen Dari, Farsi und Pashto beschäftigen.