Übersetzung in Dialekte – ist das möglich?

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Heutzutage scheinen Dialekte immer mehr aus dem gewöhnlichen Sprachgebrauch zu verschwinden. Nicht zuletzt sogenannte Anglizismen, moderne Neologismen oder gleich eine Kombination aus beidem wie z.B. „googeln“ werden dafür verantwortlich gemacht. Auch die Flüchtigkeit von Artikeln und Präpositionen in der Umgangssprache was zu Aussagen wie beispielsweise „Ich gehe Supermarkt“ führt sind allgemein bekannt. Doch ist dies wirklich so und was hat das mit uns bei Orbis Fachübersetzungen zu tun?

Um sich von der weiterhin hohen Präsenz von Dialekten zu überzeugen reicht dabei eigentlich schon das Einschalten der Sportschau am Wochenende. Obwohl Fußball gewöhnlich eher für ein hohes Maß an Internationalität steht, zumindest was die Trainer- und Spielergarde angeht. Doch Freiburgs Trainer Christian Streich gibt Woche für Woche, auch semantisch durchaus ansprechend, Interviews in breitestem Badisch. Auch die Herkunft des Bundestrainers Joachim Löw dringt bei jedem Gespräch deutlich durch. Auch beim „Ottonormalverbraucher“ reicht ein kleiner Ausflug ein bisschen raus aus der Stadt meist ebenfalls aus um manchmal gar nur noch etwa die Hälfte des Gesprochenen zu verstehen. Aber auch in Großstädten ist die Herkunft der jeweiligen Sprecher durchaus herauszuhören, auch wenn dies nicht immer mit Absicht und in der oben geschilderten Dimension geschieht. Man sieht also, dass Dialekte durchaus noch aktuell sind – was bedeutet dies aber nun für uns bei Orbis Fachübersetzungen? Werden juristische Fachübersetzungen, medizinische Fachübersetzungen oder technische Fachübersetzungen in Dialekte angefragt?

Natürlich nicht. Doch bei Fachübersetzungen aus dem Bereich Kultur, Tourismus oder PR sieht dies freilich wieder ganz anders aus. So haben auch wir bei Orbis Fachübersetzungen durchaus Erfahrungen in diesen Bereichen und arbeiten dementsprechend mit erfahrenen Übersetzern auch für Dialekte zusammen. Es gibt Schulungen, Workshops und Seminare rund um diese Thematik, sodass diese Fertigkeiten auch geschult und weiterentwickelt werden. Denn einfach ist es nicht, eine eigentlich nur gesprochen Sprache zu verschriftlichen. Da dies aber für Themenparks, Flyer, Werbesprüche, Bücher o.ä. durchaus sinnvoll ist werden Fachübersetzungen in Dialekte auch des Öfteren nachgefragt. Dann helfen wir stets gerne mit unseren Erfahrungen weiter.

Eine etwas andere Dimension gibt es noch in Ländern wie beispielsweise Spanien oder auch Irland. Dort gehen die „Dialekte“ schon über die eigentliche Bedeutung dieses Begriffes hinaus, auch wenn es eine ganz eindeutige Hauptlandessprache gibt. Spanien ist bekannt für seine Vielfalt mit dem Baskischen und Katalonischen als deutliche Beispiele dafür, welche Pluralität in der dortigen Sprachlandschaft vorherrscht. In Irland ist das Gälische ebenfalls eine ganz eigene Sprache, ist jedoch von seiner Verbreitung her eher mit einem Dialekt zu vergleichen. Der Hauptunterschied zu den Dialekten im Deutschen liegt in der Klassifizierung als offizielle Sprache, zumindest in Teilen des jeweiligen Landes. So haben wir bei Orbis Fachübersetzungen unter anderem schon beglaubigte Übersetzungen von Zeugnissen aus dem Katalanischen angefertigt. Auch juristische Fachübersetzungen ins Gälische gehören zu unserem Repertoire. Diese werden manchmal notwendig, wenn Firmen aus Irland vor Gericht ein wenig Zeit schinden möchten und behaupten, kein Englisch zu verstehen.

Es ist also möglich und gar keine so große Seltenheit wie man vielleicht denkt, wenn es um Übersetzungen in Sprachen oder Dialekte geht, die nicht die Hauptlandessprache sind. Aber egal, um was es auch geht – wir bei Orbis Fachübersetzungen helfen gerne weiter!