Die Sprachen der Flüchtlinge – Die afrikanischen Sprachen

Der zweite Teil unserer Serie über die Flüchtlingssprachen widmete sich der Sprachenwelt des Iran, Iraks und Afghanistans. Nun reisen wir weiter auf den Kontinent Afrika, welchen wir schon im ersten Teil der Serie leicht gestreift haben. Heute geht es aber um die weiteren Sprachen des Kontinents, die teilweise nur dort zu finden sind – wie Twi oder Sprachen mit Schnalz- und Klicklauten.

Bei Orbis haben wir oft mit verschiedenen afrikanischen Sprachen zu tun und müssen den richtigen Dolmetscher oder Übersetzer für unsere Kunden finden. Jedoch existieren auf dem afrikanischen Kontinent zwischen 1.200 und 2.000 Sprachen. Eine genaue Benennung der tatsächlich existierenden Sprachen ist schwierig, da nicht immer sicher ist, ob es sich um eine eigenständige Sprache oder einen Dialekt handelt.

Um die Sprachenvielfalt zu bündeln, werden die einzelnen Sprachen in vier Kategorien klassifiziert: Die Afroasiatischen Sprachen (gesprochen in Nord- und Westafrika), Niger-Kongo (vorkommend in West-, Zentral- und Südafrika) Nilo-Saharanisch (von Sudan bis Mali gesprochen) und Khoisan (vorzufinden im westlichen Südafrika). Leider können wir nicht alle Sprachen hier auflisten, aber wir stellen Ihnen die einzelnen Gruppen vor und versuchen, Ihnen wenigstens ein paar Sprachen vorzustellen.

Zu den Afroasiatischen Sprachen gehört die arabische Sprache (mit rund 150 Millionen Sprechern) sowie die rund 20 Berbersprachen, die von ca. 12 Millionen Menschen in Marokko, Algerien und Tunesien gesprochen werden. Die größte afrikanische Sprachfamilie ist „Niger-Kongo“ mit vielen häufig schwer klassifizierbaren Dialekten. Und auch die Sprachen an sich sind sehr komplex: Das Shona, eine Niger-Kongo-Sprache, die in Simbabwe gesprochen wird, hat beispielsweise 200 Wörter für „gehen“. „Dowor“ bedeutet „barfuß gehen“ während „donzw“ als „mit einem Stock gehen“ übersetzt wird. Nilo-Saharanisch ist eine kleinere Gruppe, zu der das Nubische gezählt wird. Die Gruppe der Sprecher der Khosian-Sprachen ist nicht bedeutend größer, aber dafür wahrscheinlich bekannter: Diese Gruppe zeichnet sich besonders durch seine Schnalzlaute- und Klicklaute aus, die hier Teil des Wortes sind. Es gibt rund 15 verschiedene Klick- und Schnalzlaute, die auch, je nach Sprache, verschieden miteinander kombiniert werden.

Konkrete Sprachen, mit denen wir häufig in unserem Übersetzungsbüro arbeiten, sind Twi (Amtssprache Ghanas) sowie Tigrinya ( Amtssprache Eritreas) oder Igbo (Amtssprache Nigerias). Für alle diese afrikanischen Sprachen und noch viele mehr können wir Dolmetscher und Übersetzer (auch für beglaubigte Übersetzungen) vermitteln. Und wenn Sie sich nicht sicher sind, um welchen afrikanischen Dialekt es sich handelt, dann können Sie sich auch gerne an uns wenden.