Mehr als nur Summ, summ, summ – Die vielfältige Kommunikation der Tiere

In unserem Übersetzungsbüro haben wir tagtäglich mit Sprachen, Dialekten und Regionalismen zu tun. Dabei geht es hauptsächlich um menschliche Kommunikation. Heute möchten wir gerne einmal einen Blick auf die tierischen Arten des Kommunizierens blicken, denn in der Fauna wimmelt es nur so vor spannenden Formen, sich auszudrücken.

Walgesang
Eine interessante und für viele zugleich faszinierende Form der Kommunikation stellen Walgesänge dar, die für das menschliche Ohr zum Teil bizarr anmuten können. Doch muss man dabei bedenken, dass die großen Meeressäuger mit ihren Geräuschen eine weite Distanz unterhalb des Meeresspiegels überbrücken müssen. Forscher sprechen von „Walgesang“ (ins Englische übersetzt whale song), da das Kommunizieren einiger Walarten an sich wiederholende Strophen eines Liedes erinnert.

Fledermäuse
Ähnlich funktioniert die Verständigung auch zwischen Fledermäusen. Sie unterhalten sich allerdings durch Ultraschallsignale, die ihnen ebenfalls bei der Orientierung helfen, indem sie messen können, welcher Anteil der Schallwellen von einem Hindernis wieder zurückprojiziert wird. Doch nicht nur bei Flugmanövern hilft die Echo-Ortung, sondern auch dabei, Informationen über die Gruppenzugehörigkeit der Artgenossen zu erlangen.

Der Bienentanz
Neben den akustischen Signalen, die Tiere für die Kommunikation verwenden, existieren auch weitere Formen des „Sprechens“. Bienen tanzen und bewegen sich in Kreisen und teilen ihren Schwarmmitgliedern so z.B. mit, wo die besten Blüten für die Suche nach Nektar zu finden sind. Während der Rundtanz, der in kleinen Kreisen vorgeführt wird, die Lage einer Nahrungsquelle in der näheren Umgebung des Bienenstocks anzeigt, wird der Schwänzeltanz für Entfernungen von mehr als 100 Metern benutzt.

Pupsende Fische
Der Pazifik-Hering wählt eine ganz eigene und durchaus ungewöhnliche Art der Kommunikation. Wie Forscher herausfanden, gelingt es einer im Pazifik beheimateten Heringsart, aus ihrer Schwimmblase Luft in Richtung Anus zu leiten, um so Töne zu erzeugen. Zwar entsteht die Luft, die durch den Darmausgang entweicht, nicht durch Verdauungsgase, jedoch erinnert dieser Vorgang stark an menschliche Blähungen. Die Fische scheinen so insbesondere nachts über unterschiedliche Tonhöhen und -längen miteinander zu kommunizieren. Es gelingt ihnen dabei, mit ihren pulsierenden Tönen ganze drei Oktaven abzudecken.

Sie sehen, neben der verbalen wie auch non-verbalen Sprache des Menschen existieren viele weitere Wege, über die Lebewesen miteinander kommunizieren. Gerne halten wir Sie auch in unseren zukünftigen Blogbeiträgen über spannende Fakten rund um das Thema „Sprache“ auf dem Laufenden.