Das Muttersprachlerprinzip – warum ist dessen Befolgung so wichtig?

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Wir bei Orbis Fachübersetzungen betonen auf unserer Webseite, in unseren Angeboten und bei Anfragen stets, dass wir ausschließlich nach dem Muttersprachlerprinzip arbeiten. Was ist das überhaupt und warum hat dieses für uns einen so hohen Stellenwert?

Was ist das Muttersprachlerprinzip:

Es ist ganz einfach – die Zielsprache der gewünschten Übersetzung muss der jeweiligen Muttersprache des Fachübersetzers entsprechen. D.h. wird eine Fachübersetzung ins Englische gewünscht, wird diese von einem englischen Muttersprachler durchgeführt. Die Betonung liegt hier auf der ZIELsprache. Denn ist die AUSGANGSsprache Englisch und die Zielsprache Deutsch, also zwar das gleiche Sprachenpaar doch genau in umgekehrter Richtung, geht diese Fachübersetzung an einen anderen Übersetzer. Auch wenn es theoretisch das gleiche Fachgebiet geht. Handelt es sich beispielsweise in beiden Fällen um Übersetzungen aus der Automobilbranche wird trotzdem jeweils ein deutscher bzw. ein englischer Muttersprachler mit der dieser technischen Fachübersetzung betreut.

Warum ist das Muttersprachlerprinzip notwendig?

Gerade im beschriebenen Beispiel scheint diese Frage nicht ganz unlogisch, es handelt sich ja um exakt das gleiche Fachgebiet. Doch ist es selbst bei ausgebildeten und mit langjähriger Berufserfahrung versehenen Fachübersetzern noch immer der Fall, dass eine Sprache und deren Eigenheiten besser beherrscht wird. Und dies ist eben die Muttersprache. Denn neben den ganz besonderen Spracheigenheiten wie z.B. bestimmte Redewendungen oder Fälle, wo die sonstigen Anwendungsregeln der Grammatik in z.T völlig unlogisch erscheinender Form außer Kraft gesetzt werden, spielen auch die Gepflogenheiten und Gegebenheiten des Landes eine Rolle. Ein sehr gutes Beispiel ist dabei die Gesetzgebung. Jedes Land hat eigene Formulierungen und Gesetze, die in einem anderen Land eventuell gar nicht existieren. Bei einer solchen juristischen Fachübersetzung muss der Übersetzer dann nicht nur bestens mit dem eigenen Rechtssystem vertraut sein um eine entsprechende Übersetzung zu finden, er muss auch sprachlich so geschult sein, dass er im landesgewöhnlichen Jargon diese Übersetzung korrekt formulieren kann, sodass sie im Zielland absolut korrekt verstanden wird. Trotz hoher Kenntnis und häufiger Nutzung einer fremden Sprache kann dieses Muttersprachlerlevel nie vollkommen erreicht werden, sodass absolute Topqualität nur von Muttersprachlern geliefert werden kann.

Das Englische steht dafür exemplarisch. Heutzutage ist diese Sprache als erlernte Fremdsprache sehr präsent, fast jeder kann sie. Damit einhergehend kommt die Gefahr, zu meinen, man beherrsche sie auf perfektem Level und benötige daher keine Hilfe. Ein ganz einfaches Beispiel zeigt schon das Gegenteil. Während man im Deutschen von „Information über etw.“ und damit zu einer Übersetzung zu „information about sth.“ verleitet wird, heißt es im Englischen korrekt „information on sth.“. Ein weiteres ist die Frage nach der richtigen Wortwahl, wenn das Wörterbuch mehrere Möglichkeiten hergibt: z.B. Wann verwende ich für das deutsche „Heimat/Herkunft“ „home“, “nativity“, „heritage“, „origin“ etc. Dies sind freilich ganz profane Beispiele zeigen aber sehr gut die Gefahr einer Fachübersetzung eines Nicht-Muttersprachlers.

Auch wir bei Orbis Fachübersetzungen haben häufig mit Fragen und Anmerkungen zu tun, die wir von Kunden als Rückmeldungen zu Fachübersetzungen ins Englische erhalten. Wir leiten diese Fragen dann immer gerne an unsere Fachübersetzer weiter, die bereitwillig Auskunft geben. Sie sagen, anhand gewisser Formulierungen sei sogar, auch ohne Kennung des Akzentes, eine Landeszuordnung möglich.

Aufgrund dessen achten wir bei Orbis Fachübersetzungen nicht nur stark darauf, dass juristische Fachübersetzungen, medizinische Fachübersetzungen, technische Fachübersetzungen etc. von ausgewiesenen Experten übersetzt werden, sondern auch von Muttersprachlern. So verfügen wir bei Orbis Fachübersetzungen über ein weltweites Netzwerk von Fachübersetzern.