Wie aus dem Ei gepellt: Internationale Eierspeisen

Die letzten beiden Jahre haben wir Sie um diese Zeit in unserem Blog bereits über internationale Osterbräuche und -grüße informiert. Dieses Jahr möchten wir Ihnen etwas in Bezug auf einen ganz speziellen Osterbrauch berichten: Das Essen von Eiern. Während wir zu Ostern traditionell gekochte, bunte Eier verzehren, gibt es einige internationale Varianten wie man Eier – auch unabhängig von Ostern – zubereitet. Darüber wollen wir Ihnen passend zu den kommenden Feiertagen berichten.

Die Ursprünge des Eierkochens

Wie bei vielen anderen Zubereitungsarten hat sich ebenfalls das Kochen von Eiern bewährt, um sie haltbar zu machen. So wurde mit Beginn des 12. Jahrhunderts diese Methode genutzt, um Eier auch noch nach der Fastenzeit genießen zu können, da sie währenddessen – neben Fleisch und Fisch – verboten waren. Übrigens fügte man dem Kochwasser Gemüsesaft hinzu, um sie von den rohen Eiern unterscheiden zu können. Daher essen wir heutzutage bunte Eier zu Ostern.

Tausendjährige Eier aus China

Während wir Eier meist unmittelbar oder kurz nach dem Kochen verzehren, gibt es in China eine andere Tradition. Sogenannte Tausendjährige Eier, die in China als Köstlichkeit gelten, erhalten ihre dunkelviolette Farbe durch die Lagerung in einem Gemisch aus Kalk, Pinienasche und Salz. Nicht nur die Schale färbt sich während der 50 bis 100 Tage langen Aufbewahrung dunkel, auch das Innere des Eis wird braun bis schwarz. Was für den westlichen Gaumen gewöhnungsbedürftig erscheinen kann, scheint den Chinesen mit Ingwer und Zucker zu munden.

Russische Eier

Der Name dieser kulinarischen Variante der Ei-Zubereitung geht womöglich auf eine bestimmte Zutat zurück, die dabei verwendet wird. So werden hart gekochte Eier halbiert, mit Remoulade bestrichen und mit Kaviar garniert. Da dieser in Russland gerne verzehrt wird, scheint sich der Name international etabliert zu haben. Doch dieses Gericht besitzt auch tatsächlich seinen Ursprung in Russland: Es lassen sich bis ins Jahr 1830 Rezepte nachverfolgen, nach denen Eier in Russland auf diese Weise zubereitet wurden. Heute existieren viele verschiedene Varianten, bei denen meist das Eigelb entfernt, mit Zutaten gemischt und wieder auf die Eihälften gestrichen wird.

Das Omelette und seine Varianten

Das Omelette hat, wie auch der Name bereits vermuten lässt, seinen Ursprung in Frankreich. Dort ist es hauptsächlich eine Eierspeise, die ohne die Zugabe von Mehl zubereitet wird. Sprachforscher vermuten, dass sich der Name im 16. Jahrhundert von oeuf (auf Deutsch übersetzt Ei) zu omelette entwickelt hat. International gibt es viele Varianten dieses Gerichts: So nennt man es zum Beispiel in Spanien Tortilla und mischt es mit Kartoffeln und anderem Gemüse, während die österreichische und deutsche Variante als Palatschinken und Eier- oder Pfannkuchen bekannt ist. Dabei werden die Eier, anders als beim französischen Omelette, mit Mehl gemischt.

Im Namen aller Übersetzer und Dolmetscher wünscht Ihnen das Orbis-Team ein frohes Osterfest! Wie gewohnt sind wir bei Fragen rund um Übersetzungen und Sprachmittlung gerne für Sie zu erreichen.